Geschichte von Gutenberg

„Gutenberg – Deutschsprachiger Studentenverein“ ist der einzige deutschsprachige Studentenverein aus Rumänien. Die künftigen Mitglieder des Vereins begannen ihre Arbeit im Jahre 2009 mit kleinen Aktivitäten im Rahmen der Babeş-Bolyai-Universität und heute, zwei Jahre später, haben sie zwei Arbeitsstellen, eine in Klausenburg und die andere in Sathmar und außerdem über 30 freiwillige Mitarbeiter, Schüler und Studenten.
Gutenberg ist es gelungen, seine nationalen Projekte mit Unterstützung des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt und der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden- Württemberg durchzuführen. Der Verein ist Partner bei verschiedenen Veranstaltungen des Deutschen Kulturzentrums Klausenburg und des Instituts für Deutschsprachige Lehre und Forschung (IDLF), aber auch mit der Babeș-Bolyai-Universität und Teilnehmer an der Deutschlehrertagung aus Rumänien und Mitglied im Wirtschaftsklub Nordtranssilvanien. Ebenfalls war er Partner bei den Deutschen Kulturtagen Sathmar, wo er zwei Projekte in Partnerschaft mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (IFA) durchgeführt hat.
Gutenberg verfolgt wie alle NGOs ein bestimmtes Ziel, das sich aus einer Reihe von Bedürfnissen der Studenten an den deutschen Studiengängen aus der Babeș-Bolyai-Universität erwiesen hat. Zusammen mit einigen begeisterten Studenten mit viel Eigeninitiative haben wir eine lange Liste der Bedürfnisse der Studenten aufgestellt, von denen wir die drei Wichtigsten vorführen:

• Das Fehlen eines Raums für das Zusammenbringen deutschsprachiger Studenten, eines außerschulischen Milieus für die Entwicklung und Verbesserung der deutschen Kenntnisse.
• Das Fehlen einer erfolgreichen Förderung und Organisierung von Kultur- und Bildungsveranstaltungen und Ereignissen mit deutschem Charakter.
• Es gibt keine Entwicklungsalternativen außer der Fakultät fürdie deutschsprachigen Studenten aus Klausenburg.

Im ersten Jahr ist es der Organisation gelungen, sich auf lokaler Ebene bekannt zu machen und ein Team zu bilden, das fähig war, die damaligen Projekte zu koordinieren und in Tat umzusetzen. Nach einer Zählung der Studenten der deutschen Studiengänge stellte man fest, dass die Gesamtzahl etwa 1000 beträgt. Dazu konnten wir auch die Schüler des Coşbuc- und Batorylyzeen, die deutsche Abteilungen haben, zählen, aber auch so überschritt die Gesamtzahl nicht 1500. Infolge dieser Feststellung hat Gutenberg den bislang größten Schritt gewagt, und zwar den der Umwandlung in eine nationale Organisation, in eine Föderation. Gemäß der rumänischen Gesetzgebung kann eine Föderation dann gebildet werden, wenn es drei Vereine gibt, die aber Gutenberg nicht hatte. Das war ein großer Schritt für einen Verein ohne Erfahrung, noch zwei identische Strukturen mit der bisherigen zu schaffen, vor allem weil man Schüler anderer Städte erzielen musste, und weil man keine Kontrolle darüber ausüben kann, da man nicht vor Ort ist. So entstand der Verein aus Sathmar. Später wurde der Kontakt mit den deutschsprachigen Schülern aus Bistritz aufgenommen, mit dem Hintergedanke, dort auch einen Jugendverein zu gründen und somit die Föderation zu gründen.
Der Schülerverein in Sathmar ist selbstständig und führt seine Projekte unabhängig von Klausenburg durch. Nach diesem Entschluss hat Gutenberg sein Ziel geändert, das jetzt folgendermaßen lautet:
Das Ziel des Vereins ist es, die deutschsprechenden Studenten und Jugendlichen aus Rumänien durch die Entwicklung von Kultur- und Bildungsprojekten zu unterstützen.
Folglich hat uns die neue Zielsetzung dazu bewogen, Projekte auf Landesebene durchzuführen, wie z. B. : Sommerschule, Wintercamp, 1. Akt – Jugendtheater- Workshop, Aufsatzwettbewerb, Gutenberg Karawane und in der Zukunft folgt das Gutenberg Festival. Die Studenten aus Klausenburg wurden auch nicht vergessen. Für sie haben wir bis jetzt Bewerbungsseminare, German Parties , Fasching, aber auch andere kleinere Projekte veranstaltet.